MPU-Abstinenzrechner: 6 oder 12 Monate?

Wie lange Sie vor der MPU abstinent leben müssen, ist keine feste Zahl. Je nach Substanz, Vorgeschichte und gemessenen Werten reicht die Spanne von 6 Monaten bis zu 15 Monaten. Bei Alkohol ist in vielen Fällen sogar überhaupt kein Abstinenznachweis nötig, sondern ein nachvollziehbar kontrolliertes Trinkverhalten.

Der Abstinenzrechner führt Sie durch genau die Fragen, die auch ein Gutachter stellt: Anlass der MPU, abgeschlossene Therapie, Anzahl der Auffälligkeiten und die Werte aus Ihrer Akte. Am Ende sehen Sie, welcher Zeitraum in Ihrer Konstellation zu erwarten ist.

Grundlage sind die Beurteilungskriterien der DGVP und DGVM in der 5. Auflage. An diesem Regelwerk orientieren sich die amtlich anerkannten Begutachtungsstellen für Fahreignung in Deutschland.

  • Dauert unter 1 Minute
  • Kostenlos und anonym
  • Nach der 5. Auflage der Beurteilungskriterien

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Urinprobe mit Teststreifen im Labor – Abstinenznachweis vor der MPU
Wie der Nachweis abläuft, lesen Sie auf unserer Seite Abstinenznachweis.

Wovon die Abstinenzdauer abhängt

Viele erwarten eine pauschale Antwort auf die Frage, wie lange man für die MPU abstinent sein muss. Die gibt es nicht. Vier Punkte entscheiden über den Zeitraum:

  • Die Substanz. Cannabis wird anders bewertet als Kokain oder Amphetamin. Alkohol folgt sogar einer völlig eigenen Systematik.
  • Eine abgeschlossene Therapie. Nach einer Entwöhnungsbehandlung beginnt die Frist erst mit dem Abschluss der Maßnahme und nicht mit dem letzten Konsum. Das übersehen viele und starten ihr Kontrollprogramm zu früh.
  • Die Anzahl der Auffälligkeiten. Ob es die erste, zweite oder dritte Eintragung ist, verschiebt die Anforderungen erheblich.
  • Die gemessenen Werte. Der Promillewert der Trunkenheitsfahrt und der THC-COOH-Wert aus der Blutprobe sind harte Grenzen, an denen sich die Einordnung entscheidet.
Sie wissen, wie lange? Dann kommt der Nachweis.

Urin oder Haar, Anzahl der Kontrollen, Kosten und anerkannte Stellen: Alles zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zum Abstinenznachweis.

Abstinenznachweis: So funktioniert es →

Häufige Fragen zur Abstinenz vor der MPU

Ab wie viel Promille wird überhaupt eine MPU angeordnet?

Das ist keine feste Grenze, sondern eine Spanne. Ab 1,1 Promille gilt absolute Fahruntüchtigkeit. Zwischen 1,1 und 1,6 Promille entscheidet die Fahrerlaubnisbehörde nach Ermessen, ob sie eine MPU anordnet: Ausschlaggebend ist vor allem, ob es Ausfallerscheinungen gab, ob ein Unfall passiert ist und ob bereits ein früherer Vorfall in der Akte steht. Ab 1,6 Promille ist die MPU der Regelfall, ebenso bei jeder wiederholten Alkoholfahrt. Unter 1,1 Promille wird eine MPU nur in Ausnahmefällen angeordnet.

Wann beginnt die Abstinenzzeit?

Ohne Therapie mit dem letzten Konsum. Haben Sie eine Entwöhnungsbehandlung oder eine suchtspezifische Rehabilitation abgeschlossen, beginnt der nachzuweisende Zeitraum erst mit dem Ende der Maßnahme. Das ist der häufigste teure Irrtum: Wer die Therapiezeit mitrechnet, steht am MPU-Termin mit einem zu kurzen Nachweis da.

Ist bei Alkohol immer Abstinenz nötig?

Nein. Bei einer ersten Auffälligkeit unterhalb von 2,0 Promille ordnen die Beurteilungskriterien den Fall in der Regel als Alkoholgefährdung ein. Verlangt wird dann kein Abstinenznachweis, sondern ein glaubhaft geändertes, kontrolliertes Trinkverhalten, das Sie im Gutachtergespräch schlüssig darlegen können müssen.

Muss ich bei reinem Cannabiskonsum auf alle Substanzen testen?

Ja. Auch bei reinem Cannabiskonsum wird auf alle relevanten Substanzen getestet. Welche Tests das genau sind und was dabei anerkannt wird, erklären wir auf unserer Seite zum Abstinenznachweis für die MPU.

Wie weise ich die Abstinenz nach?

Über ein Abstinenzkontrollprogramm bei einer anerkannten Stelle. Welche Verfahren es gibt, wie viele Kontrollen verlangt werden, was das kostet und woran viele Nachweise scheitern, lesen Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.

Zum Ratgeber Abstinenznachweis →

Lässt sich die Abstinenzzeit verkürzen?

Unter bestimmten Voraussetzungen ja, etwa bei besonders günstig gelagerten Umständen oder wenn bereits vor einer Therapie ein längerer nachvollziehbarer Zeitraum ohne Konsum lag. Ob das in Ihrem Fall greift, lässt sich nur anhand Ihrer vollständigen Akte beurteilen.

MPU-Berater von IFF im persönlichen Beratungsgespräch zur Abstinenz vor der MPU
Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir Ihre Unterlagen gemeinsam durch.

Bevor Sie ein Kontrollprogramm starten

Ein zu kurzer oder falsch angelegter Nachweis kostet Sie ein Jahr und mehrere Hundert Euro. Wir sehen uns Ihre Unterlagen an und schätzen im kostenlosen Erstgespräch ein, welcher Zeitraum in Ihrem Fall realistisch ist.

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oder direkt anrufen: 0521 800 694 40

Alle Angaben ohne Gewähr. Dieser Rechner dient der ersten Orientierung und ersetzt keine individuelle Beratung. Die verbindliche Entscheidung über Art und Dauer der erforderlichen Nachweise trifft die Begutachtungsstelle für Fahreignung im Einzelfall anhand Ihrer vollständigen Akte. Für eine konkrete Auskunft zu Ihrem Fall sprechen Sie uns bitte an.